De Ronde van Vlaanderen 2007



Nachdem die „Alpen-Hufen“ sich in dieser Saison ganz auf die Vorbereitung zur Jeantex-Transalp-Tour konzentrierten und zahllose Trainings- und Wettkampfkilometer in hügeligem Terrain absolvierten, lag es am Klassiker-Altmeister Oliver „Francois“ Rom, bei der diesjährigen Ronde van Vlaanderen die ersten Pro-Tour Punkte für die Hufen einzufahren.
Ollis Probleme nach seinem Handbruch im Winter waren zum Start weitestgehend behoben, dennoch blieb aufgrund der zu erwartenden „Kopfsteinpflaster-Rüttelei“ eine gewisse Unsicherheit, ob alles glatt und vor allem schmerzfrei laufen würde.
Begleitet wurde Rom in diesem Jahr von der „Zeitfahr-Kampfmaschine“ Friedrich „Fiehte“ Eltester. Der Routinier lebt seit einigen Jahren in Schweden und startet in Stockholm für den „CK VALHALL“ (WAS für ein Name!). Aufgrund ungeklärter Lizenzsituationen (u.a. war auch das schwedische Pro-Tour Team UNIBET davon betroffen) konnten Rom und Eltester nach einer Anfrage bei der UCI eine Renngemeinschaft bilden!
Das sonnige und für flämische Verhältnisse sehr warme Wetter sorgte bereits am Start für hektische Rennsituationen. Das Peloton nahm sofort rasende Fahrt auf und die Rekordteilnehmerzahl von etwa 20.000 Radsportlern sorgte für zahlreiche brenzlige Situationen und Stürze auf der Strecke. Olli Rom konnte hierbei von seiner Streckenkenntnis, bedingt durch seine vierte Teilnahme in Folge profitieren und ihm gelang es, F. Eltester aus allen gefährlichen Situationen herauszuhalten. Hinter dem Molenberg, dem ersten „helling“, war Rom jedoch einen Moment unaufmerksam und verpasste eine entscheidende Attacke. Auf dem anschließenden Kopfsteinpflasterabschnitt, der berüchtigten „Paddestraat“ war kein Team bereit, mit „Francois“ Rom die Nachführarbeit zu organisieren, so dass die Ausreißergruppe um F. Eltester sehr schnell mehrere Minuten Vorsprung herausfahren konnte. Rom kümmerte sich nun darum, das Peloton in Schach zu halten um dem Deutsch-Schweden eine ganz vordere Platzierung bei seiner ersten Teilnahme zu ermöglichen.
Mit guten Beinen ging es über die insgesamt 16 hellingen und abschließend über die „Muur van Geraardsbergen“ und den „Bosberg“. Der „Koppenberg“, im letzten Jahr aufgrund schlechten Wetters und schlechtem Kopfsteinpflaster-Belag kaum zu befahren, war in diesem Jahr leider nicht im Programm.
Im Schlusssprint der ersten Verfolgergruppe sicherte sich „Francois“ Rom durch eine vordere Platzierung die ersten Pro-Tour Punkte für die Hufen. Fiehte Eltester gelang mit einem beherztem Antritt an der „Muur“ der Sprung aufs Podium!
Die schwedisch-deutsche Renngemeinschaft hat sich also bestens bewährt und es wird über eine Neuauflage für die 2008 Auflage der „Ronde“ nachgedacht.
Die Flandernrundfahrt bleibt das ultimative Ereignis für alle „wielrenners“ (O-Ton Eltester: „Ich hätte nicht gedacht, dass mein Rad die Kopfsteinpflaster-Abschnitte überlebt…!“). Die Begeisterung an der Strecke und die unglaubliche Zahl der startenden Radfahrer sorgen alljährlich für ein unvergessliches Erlebnis.
Im nächsten Jahr könnte jedoch das Wetter durchaus etwas schlechter sein und der Koppenberg wieder im Streckenprofil auftauchen!


Autor: Olli Rom

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